Der CO2-Fußabdruck digitaler Produkte

Vielleicht ist es dir nicht bewusst, aber jedes digitale Produkt, das wir nutzen – von Websites über Mobile Apps bis hin zu Automatisierungssoftware und Grafikdesigns – hat genauso Auswirkungen auf die Umwelt wie Autos oder Fabriken.

Die versteckten Kosten digitaler Produkte

Vielleicht ist es dir nicht bewusst, aber jedes digitale Produkt, das wir nutzen – von Websites über Mobile Apps bis hin zu Automatisierungssoftware und Grafikdesigns – hat genauso Auswirkungen auf die Umwelt wie Autos oder Fabriken.

Wie kommt das?

Stell dir eine Kette vor, die mit der Entwicklung eines digitalen Produkts beginnt und damit endet, dass du es auf deinem Gerät nutzt. Diese Kette besteht aus vielen Schritten, die alle Energie verbrauchen.

Zunächst entwickeln Menschen das Produkt an Computern. Selbst ein sparsames Notebook muss geladen werden. Und viele Beteiligte brauchen mehr als nur ein Gerät, um zu testen, wie das Produkt in unterschiedlichen Umgebungen aussieht.

Vergessen wir auch nicht Tester, Manager und Kunden – sie alle verbrauchen Ressourcen, um die Arbeit von Entwicklern und Designern zu prüfen.

Und wenn das digitale Produkt fertig ist?

Dann geht es erst richtig los. Jedes Mal, wenn du eine Website aufrufst oder eine E-Mail liest, arbeitet nicht nur dein Gerät – meist sind auch viele verschiedene Server beteiligt.

Stell dir vor, du willst eine Website öffnen. Was passiert da?
Du tippst eine Webadresse ein, wofür Bildschirm und Prozessor deines Geräts arbeiten und Energie verbrauchen.
Sobald du die Adresse abschickst, läuft das Signal durch zahlreiche Server, Kabel, Rechenzentren und Leitungen bis zu dem Ort, an dem die Website gespeichert ist. Jede Station, die das Signal empfängt und weiterleitet, braucht dafür Strom.
Der Zielserver empfängt das Signal und verarbeitet es. Heutige Websites sind fast immer dynamisch, das heißt, auf dem Server läuft Code – und erst danach wird die Website auf demselben Weg zurück an dein Gerät geschickt.
Dein Gerät zeigt die Seite dann auf dem Bildschirm an, arbeitet aber weiter: Es animiert das niedliche Emoji oder spielt ein Video ab.

Und das alles passiert für jede Seite, jedes Bild – mehrfach beim Laden einer einzigen Webseite.

Was kann man tun?

Mehrere Faktoren treiben den Energieverbrauch in die Höhe.

Cloud-Lösungen wie Websites, Apps und andere Dienste laufen auf Servern in Rechenzentren. Veraltete Server sind meist stromhungrig und ineffizient. Modernere Prozessoren und Chips brauchen weniger Energie und leisten dabei mehr.
Beim Upgrade sollten Unternehmen die alten Server nicht einfach als Elektroschrott entsorgen. Man kann sie verkaufen oder verschenken, etwa an IT-Studierende zum Lernen oder für kleine Heimserver-Projekte.

Auch der Code selbst sollte effizient, schnell und optimiert sein. Wenn das nicht der Fall ist, läuft er langsamer und verbraucht mehr Zeit und Energie. Außerdem wollen und sollten Nutzer nicht auf schlecht optimierten Code warten, wenn sie eine Website sehen möchten.

LINK-V hilft, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren

Wir tun einiges, um unseren Einfluss zu begrenzen.

Ist dir aufgefallen, dass unsere Grace-Produkte meist dunkel gehalten sind? Das liegt nicht nur daran, dass dunkle Hintergründe weniger Helligkeit auf Computer- und Mobilbildschirmen erfordern. Sie schonen auch den Akku und verbrauchen 32 % weniger Energie als weiße Hintergründe.

Unsere Entwickler arbeiten konsequent daran, die Last von Websites und Apps zu optimieren, und suchen immer wieder nach unkonventionellen Wegen, die Prozessornutzung zu senken und mehr Leistung herauszuholen.

Für das Hosting und den Betrieb unserer Websites und Apps setzen wir auf moderne und besonders effiziente Server.

Auch Nutzer können etwas tun

Wie immer gilt: Jeder kann etwas für die Umwelt tun.

Du kannst die Bildschirmhelligkeit reduzieren, die Zeit in energieintensiven Apps begrenzen und die Energiesparoptionen deines Geräts nutzen.

Aber auch Kleinigkeiten zählen. Teile lieber einen Link zu einem Dokument, statt es per E-Mail zu verschicken. Wirklich – jedes BIT zählt!